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Alexander Hüsing brachte heute auf deutsche-startups.de einen Artikel über Telespiele.de: “Telespiele – allein schon der Name ist Nostaglie pur!” In dem Artikel erinnert der ds-Chefredakteur auch an die gleichnamige TV-Sendung von Thomas Gottschalk. Für diejenigen, die damals vor lauter Spielen gar nicht zum Fernsehen kamen wird im Anschluss an diesen Artikel ein kleiner Rückblick das Gottschalk-TV-Debüt gegeben. Ansonsten bringt Alexander Hüsing gut auf dem Punkt, was Telespiele.de ist: Eine Sammlung alter Arcade-, Konsolen- und Heimcomputergames, die man auch an anderen Stellen im Web finden kann, jedoch nur selten so wie hier gebündelt. Und – hier muss ich ergänzen – nirgendwo gibt es die Klassiker als Online-Spiele kombiniert mit den zugehörigen Wikipedia-Artikeln. Spielen Sie also ruhig am Arbeitsplatz – dies ist auch eine Form der Weiterbildung.
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Bewegen = Pfeiltasten
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Die Tetris-Bausteine I, J, L, O, S, T und Z
Tetris (russisch: Тетрис) ist ein Computerspiel des russischen Programmierers Alexei Paschitnow, der die erste spielbare Version im Juni 1984[1] auf einem Elektronika-60-Rechner[2] fertigstellte. Einzeln vom oberen Rand des rechteckigen Spielfelds herunterfallende, stets aus vier Quadraten zusammengesetzte Formen müssen vom Spieler in 90-Grad-Schritten gedreht und so platziert werden, dass sie am unteren Rand horizontale, möglichst lückenlose Reihen bilden. Sobald eine Reihe von Quadraten komplett ist, wird sie entfernt, und alle darüberliegenden Reihen rücken nach unten und geben damit einen Teil des Spielfeldes wieder frei. Für das gleichzeitige Tilgen mehrerer Reihen erhält der Spieler eine höhere Punktzahl pro Reihe als für eine einzelne Reihe. Der Name des Spiels rührt von dem griechischen Wort für vier, tetra, und bezeichnet das gleichzeitige Tilgen von vier Reihen sowie die Zahl der Quadrate pro Form. Ebenso wie bei Blackjack kommt es bei Tetris auf Glück an – aber auch Strategie ist gefragt.
Die Steine verhalten sich dabei nicht physikalisch korrekt. Die Formen bleiben in der Position liegen, in der sie landen, statt eventuell physikalisch korrekt zu kippen. Die nachrückenden Reihen füllen in vielen Versionen keine vorher vorhandene Lücken auf. Auf diese Weise können Steine das Vervollständigen darunterliegender Reihen erschweren. Das Spiel endet, sobald sich die nicht abgebauten Reihen bis zum oberen Spielfeldrand aufgetürmt haben. Wenn eine bestimmte Gesamtzahl an Reihen entfernt worden ist, wird die Fall-Geschwindigkeit der Formen erhöht. Das Spielprinzip lehnt sich an das Spiel Pentomino an; im Unterschied zu diesem besitzt Tetris jedoch nur fünf statt zwölf Formen. Diese Formen werden häufig mit den lateinischen Buchstaben bezeichnet, denen sie ähneln. Während „I“, „O“ und „T“ symmetrisch sind, gibt es bei den Formen „Z“ und „L“ zwei spiegelbildliche Varianten („J“ / „L“ und „S“ / „Z“), woraus sich die abgebildete Gesamtzahl von sieben ergibt.
Tetris gilt inzwischen als Computerspiel-Klassiker und ist wie kaum ein anderes Spiel in vielen Versionen und Variationen für nahezu jedes System erschienen. Am bekanntesten ist wahrscheinlich die (schwarz/weiße) Version für die tragbare Spielekonsole Game Boy von Nintendo, da die ersten Game Boys nur mit Tetris lieferbar waren. Unter anderem erschienen Tetris-Spiele auch von den Herstellern Atari, THQ und Nintendo für verschiedene stationäre Spielekonsolen. Von Electronic Arts erschienen Versionen für diverse Mobiltelefone. Tetris war inklusive Verweis auf Alexei Paschitnow und Wadim Gerasimow im ersten Microsoft Windows Entertainment Pack enthalten. Die Windowsversion selbst ist von Dave Edson. Auch Unix Desktop Environments wie GNOME oder KDE enthalten Tetris-Klone. Sogar für Editoren wie Emacs oder Vim gibt es entsprechende Nachahmungen. Tetris zählt zu den von Fremdherstellern am meisten nachgeahmten Computerspielen überhaupt. So gibt es selbst für Commodore 64 über 100 Varianten des Spiels, da viele Hobbyprogrammierer selbst neue Versionen erstellen.
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Von wegen “Verblödung durch Videospiele”. Nach neurologischen Untersuchungen erhöht das Spielen von Tetris die Effizienz des menschlichen Gehirns. Zudem konnte mittels Magnetresonanztomografie festgestellt werden, das bei Tetris-Spielern die Menge der grauen Gehirnmasse zunimmt und die Großhirnrinde dicker wird.
Für die Untersuchung mußten 26 Mädchen drei Monate lang täglich 30 Minuten Tetris spielen. Die Tomografien wurden jeweils vor und nach den Spielphasen vorgenommen – auch bei einer Kontrollgruppe, die nicht Tetris gespielt hat.
Das 1984 von dem Russen Alexej Paschitnow entwickelte Klötzchenspiel könnte durch diese Meldung eine erneute Renaissance erfahren. Mit einer iPhone-Anwendung steht nach den ursprünglichen Konsolen- und Handheldversionen gibt es mit den Smartphones auch ein neues Medium, dass von dem “Russenspiel” erobert werden kann.
Mehr dazu: Welt Online
Auf Telespiel.de gibt es übrigens Tetris als Online-Spiel.
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aus: Christopher Evans, “Die winzigen Riesen” – Mikroprozessoren revolutionieren die Gesellschaft, Hamburg 1981
“Telespiele sind mehr als fünf Jahre im Handel. Da ihre Verbreitung stetig zunimmt, möchte ich kurz ihr Arbeitsprinzip erläutern. Jedes Telespiel, vom einfachsten bis hin zum komplizierten, funktioniert nach dem Prinzip, mit dessen Hilfe Computer Informtionen an die Außenwelt geben. Bei den allerersten Computern erschienen Zahlen in einem Fenster, flammten Lampen in bestimmter Reihenfolge auf oder wurden Lochmuster in Karten oder Bänder gestanzt.
Technische Weiterentwicklung ermöglichte es ihnen, elektrische Schreibmaschinen oder Fernschreiberterminals zu steuern. Im Gegensatz zur eigentlichen Leistungsfähigkeit eines Computers waren diese mechanischen Methoden jedoch sehr langsam. Der nächste logische Schritt hieß also, die Computer so einzurichten, daß sie auf Kathodenstrahlröhren lumineszierende Punkte erzeugten; ein Verfahren, das man, geringfügig abgewandelt, auch bei der Bildwiedergabe des Fernsehens verwendet.
Für das Fernsehen spielt natürlich weder bei Aufnahme noch bei Wiedergabe irgendeine “Intelligenz” oder Verarbeitungsfähigkeit die geringste Rolle; das Gerät ist nur ein Anzeigegerät, das sklavisch jene Signale auffängt und wiedergibt, die der Fernseher erzeugt. Dagegen produzieren jene Geräte, die für die Computerausgabe verwendet werden, eine Folge von Leuchtsymbolen, die von dem Computer selbst gesteuert werden.
Wenn der Computer also eine Kathodenstrahlröhre dergestalt steuern kann, daß sie Muster in Form von Buchstaben und Wörtern erzeugt, dann kann sie offensichtlich auch andere Muster hervorbringen – geometrische Figuren zum Beispiel. Bei den einfachsten Programmen und billigsten Darstellungsweisen sind die Figuren oder Muster im allgemeinen quadratische oder winklige leuchtende Flächen – wie jene Rechtecke und Quadrate, die “Schläger” und “Bälle” der ersten Tele-Tischtennisspiele bildeten. Diese Spiele werden allein von den Chips gesteuert, später, als man die Chips zu raffinierten Schaltkreisen vereinen konnte, waren sie in der Lage, die Treffer automatisch anzuzeigen, akustische Effekte beizusteuern.
Seit kurzem bewältigen sie sogar schwierige Spieldynamik, etwa zusätzliche Figuren, unterschiedliche Winkel und Geschwindigkeiten usw. Während ich dies schreibe, können recht komplizierte Kriegsstrategien durchgespielt werden – für die Simulation eines Kriegsschauplatzes scheint der Fernseher besonders geeignet zu sein. Dabei steuert der Mikroprozessor mit seiner Intelligenz die Bewegungen der Spielfiguren der einen Seite – Panzer, Bomber, Flugzeuge usw. -, während der Spieler darauf reagiert, indem er einen Steuerhebel oder ein Steuerrad bedient, um die Stellung seiner eigenen Spielsteine zu verändern und taktisch geschickt Geschosse abzufeuern. Treffer werden durch Lichtblitze und Geräuschuntermalung angezeigt. Am Ende nennt der Computer den Sieger.
Bei anderen Variationen werden Revolverkämpfe zwischen Cowboys dargestellt, Planwagen und Kakteen dienen dabei zur Ablenkung der Kugeln. Oder es werden Autorennen simuliert, wobei man einen Wagen mit Hilfe eines Miniaturlenkrades über eine gewundene Piste steuert. Viele Spielhallen und sogar einige Kneipen unterhalten ihre Gäste schon mit solchen Spielen.
Der Phantasie der Hersteller sind keine Grenzen gesetzt; und das Publikum dankt ihnen den Freizeitspaß, indem es fleißig kauft. Derartiges Spielzeug übt eine alarmierende Faszination aus, die beinahe an Hörigkeit grenzt. Wenn man ihm erst einmal verfallen ist, kann es zu einer Art Droge werden: Man kommt nicht mehr davon los.”
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Ein schönes Symbol für den technischen Fortschritt der letzten drei Jahrzehnte ist der Atari TV Game Stick
. Eine VCS2600-Konsole braucht man nicht mehr. Konsolenelektronik und zehn Atari-Spiele-Klassiker sind im Joystick eingebaut. Einfach an den Fernseher anschließen und los gehts. Mit dabei sind: Asteroids, Pong, Yar’s Revenge, Adventure, Real Sports Volleyball, Centipede, Breakout, Missile Command, Gravitar und Circus Atari.
Ein Amazon-Kunde bemängelte, dass die Verarbeitung des Sticks schlecht ist. Das kann ich zwar nicht bestätigen. Allerdings ist er wohl auch eher ein Gag. Das richtige Nostalgiegefühl kommt dann wohl doch eher mit einer richtigen Konsole (natürlich die Holzvariante!) und den echten Cartridges auf. Wer damals eine Atari VCS2600 besaß, für den macht sich der Stick auch gut als Erinnerungsstück im Regal – mit der Option für ein kurzes Spielchen zwischendurch.
Zu Preisen ab 24,90 EUR gebraucht oder ab 69,94 EUR neu gibt es das Wunderwerk im Amazon-Shop. Aber Beeilung, der Vorrat ist anscheinend begrenzt. Hier kann man den Atari TV Game Stick kaufen
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